Zertifikatslehrgang · AZAV · Qualifizierungschancengesetz

Geförderte KI-Trainings

Staatlich gefördert über das Qualifizierungschancengesetz. Berufsbegleitend, praxisnah und mit Zertifizierung.

Bis zu 100% Trainingskosten + 75% Lohnerstattung

Live-Online + Projektarbeit an eigenen Prozessen

8 Monate, berufsbegleitend

Zertifikat KI-Projektkoordinator:in

„Ein schlechter Prozess ist auch mit KI ein schlechter Prozess.“

Warum acht Monate – und nicht eine Woche?

Die meisten KI-Trainings sind schlicht zu kurz. Ein Wochenkurs zeigt Werkzeuge – er versetzt niemanden in die Lage, danach selbstständig zu arbeiten. Dafür muss man den Weg vom Problem zur integrierten Lösung mindestens einmal vollständig durchlaufen haben. Besser: mehrfach, mit unterschiedlichen Fällen.

Genau das passiert in acht Monaten: Ihre Mitarbeitenden setzen 2 bis 4 reale Anwendungsfälle aus dem eigenen Arbeitsumfeld um. Der erste Fall wird eng begleitet, beim zweiten erkennen sie die Muster wieder, ab dem dritten arbeiten sie weitgehend selbstständig – und genau das ist das Ziel: interne KI-Berater:innen, die das Thema danach selbst weitertreiben.

1

Fall 1 – der geführte Durchlauf

Ein überschaubarer Prozess, eng begleitet. Hier wird das Vorgehen gelernt: verstehen, optimieren, testen, skalieren.

2

Fall 2 – der Transfer

Ein anderer Prozess, anderer Zuschnitt, andere Beteiligte. Die Methodik wird erneut angewendet – mit weniger Anleitung.

3

Fall 3 und 4 – die Selbstständigkeit

Größerer Umfang, andere Systemumgebung, mehr Stakeholder. Die Teilnehmenden führen, die Trainer sind Sparringspartner.

Die Leitidee: Verstehen, Einsetzen, Integrieren

Alle Inhalte zahlen auf drei Ziele ein – in genau dieser Reihenfolge, weil sie dem natürlichen Weg eines KI-Vorhabens entspricht.

01

Verstehen

KI als Technologie verstehen, in der Unternehmensstrategie einordnen und die regulatorischen Rahmenbedingungen kennen – von der DSGVO bis zum EU AI Act.

02

Einsetzen

Einsatzgebiete im eigenen Unternehmen entdecken, Machbarkeit und Risiken prüfen und KI-Anwendungsfälle praktisch umsetzen.

03

Integrieren

Auswirkungen auf die Organisation abschätzen, Lösungen in die bestehende Prozess- und Systemlandschaft integrieren und die Einführung gestalten.

Die sieben Module

Aufeinander aufbauend: Die ersten vier legen das Fundament, die letzten drei bringen die Lösung in die Organisation. Zwei Themen laufen bewusst durch alle Module – Kompetenzaufbau und Kulturwandel.

Modul 1

Einführung in KI

Gemeinsame Sprache und realistisches Bild: was KI kann, was nicht – und woran man das erkennt.

Prädiktive und generative KI, wie Sprachmodelle arbeiten und warum Kohärenz nicht Plausibilität ist. Sechs KI-Zielrichtungen (schneller, billiger, besser, sicherer, neu, mehr Umsatz) und die vier Rollen von KI im Geschäftsprozess. Erste eigene Aufgaben mit Agenten und Prompting – und die Bestandsaufnahme: Welche KI-Use-Cases gibt es im eigenen Unternehmen schon?

Das nehmen Ihre Mitarbeitenden mit: Stärken und Schwächen von KI-Modellen im Geschäftskontext verstehen und fallspezifische Mehrwerte identifizieren.

Modul 2

Governance, Ethik & Compliance

DSGVO, EU AI Act und interne Leitlinien – bevor gebaut wird.

Datenschutz, Urheberrecht, Haftung und die EU-KI-Verordnung anhand von Fallstudien. Responsible AI: Verantwortlichkeit, Transparenz, Fairness, Zuverlässigkeit. Konkrete Werkzeuge entlang des KI-Lebenszyklus: Reifegradbewertung, Folgenabschätzung, Daten- und Modellmanagement – direkt angewendet auf den ersten eigenen Anwendungsfall.

Das nehmen Ihre Mitarbeitenden mit: Rechtliche Rahmenbedingungen einschätzen, Compliance-Anforderungen definieren und Governance-Strukturen mitgestalten.

Modul 3

Use Cases identifizieren & bewerten

Nicht jede Idee lohnt sich. Anwendungsfälle finden, beschreiben, bewerten und priorisieren.

Der Schwerpunkt der ersten Kurshälfte: Lean-Prozessanalyse, Stakeholder-Workshops und Interviews, Trendanalysen. Vollständige Use-Case-Beschreibungen mit Vorlage und Value Proposition Canvas, Bewertungs- und Risikomatrix – und am Ende ein priorisiertes KI-Projektportfolio samt Elevator Pitch.

Das nehmen Ihre Mitarbeitenden mit: Prozesse auf KI-Potenziale analysieren, Workshops durchführen und Anwendungsfälle systematisch bewerten und bündeln.

Modul 4

Technologische Umsetzung

Prompting, Agenten, StepGPT und n8n: das Handwerkszeug, mit dem Lösungen tatsächlich gebaut werden.

Den KI-Markt einordnen – proprietär vs. Open Source, Cloud vs. On-Premise. Von den Geschäftsanforderungen zur Lösungsauswahl mit Bewertungsmatrix und Lasten-/Pflichtenheft. Erfolgskennzahlen definieren, kritische Annahmen identifizieren, Proof of Concept und Business Case planen.

Das nehmen Ihre Mitarbeitenden mit: Zwischen Fachbereich und IT vermitteln, technische Lösungsvorschläge bewerten und KI-Implementierungen planen und steuern.

Modul 5

Prototypen entwickeln & testen

Klein anfangen, messen, lernen – am Prototyp prüfen, ob KI wirklich etwas bringt.

Testumgebung, Sampling und Evaluationsmetriken planen. Prompt Engineering am eigenen Fall in Sandbox und No-Code-Plattform, strukturiert mit Design-Thinking- und Scrum-Elementen. Ehrliche Auswertung: Einsatzgebiete, Grenzen, Anforderungen an die Daten – und eine belastbare Empfehlung: ausrollen, verbessern oder bewusst verwerfen.

Das nehmen Ihre Mitarbeitenden mit: KI-Prototypen konzipieren und entwickeln, Teststrategien entwerfen, Prompts evaluieren und optimieren.

Modul 6

Integration in die IT-Infrastruktur

Eine Lösung, die nicht in die Systemlandschaft passt, bleibt ein Spielzeug. Hier wird aus dem Prototyp Alltag.

Integrationsstrategien: Schnittstellen und APIs, Prozessneugestaltung, Low-Code-Automatisierung mit n8n als verbindendem Werkzeug. Das KI-Architekturpuzzle aus Datenquellen, Modellen, Workflows und Ausgabekanälen. Betrieb und Skalierung mit AIOps: Monitoring, Ergebnisanalyse, menschliche Feedback-Schleifen. Großer Anteil begleiteter Umsetzung am eigenen Fall.

Das nehmen Ihre Mitarbeitenden mit: Skalierungsstrategien entwickeln, KI-Systeme in bestehende IT integrieren und ihre Performance überwachen und steuern.

Modul 7

Organisationsentwicklung & Change Management

Technik allein ändert nichts. Kolleg:innen mitnehmen und die Veränderung in der Organisation verankern.

Rollen und Verantwortlichkeiten mit Stakeholder-Landkarte und 7S-Modell. Die Einführung als Change-Vorhaben planen: Beteiligung, Schulung, Ressourcen – mit Change Canvas, 8-Stufen-Modell und Hopes-&-Fears-Vorlage. KI-Kompetenz institutionalisieren: Kompetenzprofile, abteilungsübergreifende Prozesse, operative Exzellenz in den Teams.

Das nehmen Ihre Mitarbeitenden mit: Organisationsstrukturen für erfolgreichen KI-Einsatz gestalten, Change-Strategien entwickeln und KI-Kompetenz dauerhaft aufbauen.

Das Vorgehen: verstehen, optimieren, testen, skalieren

Für jedes Vorhaben im Kurs – und später im Unternehmen – gilt dasselbe Vier-Schritte-Vorgehen aus der Lean-Prozessberatung, erweitert um die KI-Perspektive.

1

Verstehen

Wie läuft der Prozess heute wirklich – nicht wie er im Handbuch steht? Informationsfluss und Daten erfassen, Datenschutzfragen früh erkennen.

2

Optimieren

Erst verschlanken, dann verbessern: Doppelarbeit streichen, Medienbrüche schließen. Oft braucht ein Teil des Problems gar keine Technik.

3

Testen

Jetzt erst kommt die Technik: ein kleiner, ehrlicher Prototyp in n8n oder StepGPT. Spart das Zeit? Stimmt die Qualität? Ein Test darf auch scheitern.

4

Skalieren

Nur ausrollen, was sich bewährt hat – sauber integriert, mit den Kolleg:innen eingeführt, mit klaren Verantwortlichkeiten für Betrieb und Pflege.

Ein Trainingstag

Berufsbegleitend, live-online, rund 4 Stunden pro Kurstag – das Tagesgeschäft bleibt handlungsfähig, das Gelernte fließt noch am selben Tag in die Arbeit zurück.

Vorlesung · 2 Std.

Live-Input zu Methoden, Tools und KI – mit Raum für Fragen und Diskussion statt Berieselung.

Projektarbeit · 2 Std.

Das Gehörte direkt umsetzen – an einem Prozess aus dem eigenen Unternehmen. Teils in der Gruppe, teils im Selbststudium.

Präsentation

Zwischenstände in der Gruppe vorstellen. Erklären ist der härteste Verständnistest – und das Feedback zeigt blinde Flecken.

Trainer erreichbar

Während der Projektzeit sind die Trainer per Chat oder Call erreichbar. Niemand bleibt lange stecken.

Ihre Trainer: Konstantin Graf und Frank Kottler – beide Berater und Trainer mit langjähriger Erfahrung in Technologie- und Strategieberatung, KI-Integration und Weiterbildung.

Der Werkzeugkasten – und der Tech-Stack dahinter

Bewusst wenige, dafür durchgängig genutzte Werkzeuge. Zusammen decken sie den kompletten Weg von der Idee bis zur Automatisierung ab.

StepGPT

Die Chainstep-eigene LibreChat-Instanz: ein KI-Chat mit Agenten in einer datenschutzfreundlichen Umgebung. Darin arbeiten Ihre Mitarbeitenden mit den aktuellen Modellen von Claude, Gemini und ChatGPT – ohne private Accounts bei beliebigen Anbietern.

Tägliche KI-Arbeit ab Tag 1: Prompting, Agenten, Prompts & Skills aus der Kursbibliothek.

n8n

Plattform für Automatisierung: Workflows visuell aus Bausteinen zusammensetzen und KI-Schritte in echte Abläufe einbauen.

Das wichtigste Werkzeug in der Projektarbeit – Prozesse automatisieren, Prototypen bauen, integrieren.

Microsoft Teams & OneDrive

Der Lernraum und die gemeinsame Ablage – Systeme, die Ihr Unternehmen sehr wahrscheinlich ohnehin nutzt.

Live-Sessions, Gruppenräume, Fragen, Unterlagen und Arbeitsergebnisse an einem Ort.

Microsoft Copilot Studio

Bei Bedarf: Assistenten und Agents direkt in Ihrer Microsoft-365-Umgebung bauen.

Wenn Ihre Lösungen in der bestehenden Microsoft-Welt leben sollen.

Warum diese Auswahl?

  • Datenschutz: Mit StepGPT und n8n wird in einer kontrollierten Umgebung gearbeitet statt mit privaten Accounts.
  • Übertragbarkeit: LibreChat und n8n stehen stellvertretend für ganze Werkzeugklassen. Gelernt werden Konzepte, keine Klickpfade – Agenten konfigurieren, Workflows bauen, Prompts strukturieren funktioniert genauso in anderen Tools.
  • Realismus: Das Projekt entsteht in der Umgebung, in der es später leben kann.

Rahmenbedingungen

Format
Live-Online, berufsbegleitend über 8 Monate
Täglicher Aufwand
Ca. 4 Stunden: 2 Std. Vorlesung + 2 Std. begleitete Umsetzung und Projektarbeit
Gruppe
12 Teilnehmende aus unterschiedlichen Unternehmen – oder als exklusiver Firmenkurs
Praxisprojekte
2–4 Anwendungsfälle aus dem eigenen Arbeitsumfeld
Leistungsnachweise
Wöchentlich (Quizzes, Fallstudien, Präsentationen, Projektreflexionen) und Abschlusspräsentation der Praxisprojekte
Vorkenntnisse
Keine erforderlich – KI-Grundkenntnisse und IT-Erfahrung sind hilfreich, mehr nicht
Abschluss
Zertifikat KI-Projektkoordinator:in (AZAV-zertifizierter Träger)
Förderung
Bis zu 100 % der Kurskosten und bis zu 75 % Lohnkostenzuschuss (Qualifizierungschancengesetz)

So läuft der Weg zur Teilnahme

Den Papierkram trägt im Wesentlichen der Arbeitgeber – und wir begleiten ihn dabei.

  1. 1

    Erstgespräch

    Wir klären gemeinsam, welche Prozesse das größte Potenzial haben und welche Förderquote realistisch ist.

  2. 2

    Förderantrag

    Wir unterstützen bei der Antragstellung – von der Trägerbescheinigung bis zur Abstimmung mit der Agentur für Arbeit.

  3. 3

    Kursstart

    Mit der Kurseinladung kommen Termine, Tool-Zugänge und die Checkliste. Wichtigste Vorbereitung: einen guten ersten Prozesskandidaten mitbringen.

Bis zu 100% gefördert

Wie viel Förderung bekommt Ihr Unternehmen?

Das Qualifizierungschancengesetz (§ 82 SGB III, Stand ab 1. April 2024) fördert Weiterbildung – die Höhe hängt von der Betriebsgröße und zwei Zusatzfaktoren ab. Prüfen Sie es in 10 Sekunden.

Wie viele Beschäftigte hat Ihr Betrieb?

Übernahme der Lehrgangskostenbis zu 50%
Arbeitsentgeltzuschuss während der Weiterbildungbis zu 50%

Bei 50 bis 499 Beschäftigten werden 50 % der Lehrgangskosten und 50 % Arbeitsentgeltzuschuss übernommen. Für Teilnehmende ab 45 Jahren oder mit Schwerbehinderung steigen die Lehrgangskosten auf 100 %.

Sonderfall: Bei abschlussorientierter Weiterbildung für Beschäftigte ohne Berufsabschluss (§ 81 Abs. 2 SGB III) werden unabhängig von der Betriebsgröße 100 % der Lehrgangskosten und bis zu 100 % Arbeitsentgeltzuschuss übernommen.

Unverbindliche Ersteinschätzung nach § 82 SGB III (Qualifizierungschancengesetz, Stand ab 1. April 2024). Voraussetzung sind eine zugelassene Maßnahme und ein zugelassener Träger (AZAV) – Chainstep ist AZAV-zertifiziert. Die tatsächliche Förderhöhe hängt vom Einzelfall ab und wird mit der Agentur für Arbeit abgestimmt; wir begleiten Sie durch den gesamten Antragsprozess.

Häufige Fragen zur Förderung

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Unternehmen jeder Größe – vom Handwerksbetrieb bis zum Konzern. Die Förderhöhe richtet sich nach der Unternehmensgröße: je kleiner das Unternehmen, desto höher die Quote.

Bereit für KI?

Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Gespräch herausfinden, wie KI Ihr Unternehmen voranbringen kann.