Identitätsmanagement als Grundstein
Weder Trust Zones noch Software-Defined Networking oder Blockchain-basiertes Access Management lösen zwei Herausforderungen vollständig: den Konfigurationsaufwand für Geräte-APIs und Kommunikationsprotokolle, und die Frage, wie Geräte sicher identifiziert und authentifiziert werden können.
Pre-Shared Keys
Bei Pre-Shared Keys kommen Geräte mit einer eindeutigen Kennung, im besten Fall hardcodiert auf einem sicheren Modul. Der Controller teilt einen symmetrischen Schlüssel für die verschlüsselte Kommunikation. Die Skalierung ist eingeschränkt, da jedes neue Gerät zunächst provisioniert werden muss.
Public-Key-Infrastruktur
Eine verbreitete und sicherere Alternative ist die Public-Key-Kryptographie. Vertrauenswürdige Behörden stellen Zertifikate für Geräte aus, die deren Identität und Integrität garantieren. Dies erfordert jedoch den Betrieb einer eigenen PKI mit Zertifizierungsstelle, Registrierungsstelle und mehr.
Self-Sovereign Identity
Anstelle einer PKI kann die Identitätsinfrastruktur auch dezentralisiert werden. Jeder Identitätsinhaber erhält eine Wallet mit einer Adresse – einem Decentralized Identifier (DID). Dank asymmetrischer Kryptographie ist der Eigentumsnachweis extrem einfach.
Der entscheidende Vorteil: Vertrauen kann auf granularer Ebene vergeben und leichtgewichtig erteilt und widerrufen werden. SSI funktioniert als eine Verallgemeinerung einer PKI – ein „System von Systemen".
Wo stehen wir heute?
SSI ist eine spannende Architektur für identitätsbasiertes Zugriffsmanagement, aber die technologische Reife ist laut Martin Maurer, Head of Blockchain & SSI bei Chainstep, die größte Hürde. IoT-Gerätesicherheit wurde zu lange vernachlässigt, was Hersteller und Administratoren zwingt, sich auf Resilienz und Notfallplanung zu konzentrieren.
Dennoch sehen wir, wie SSI- und Blockchain-basiertes Zugriffsmanagement verbesserte Sicherheit für leistungsfähige Geräte bieten und tiefgreifende Geschäftsmodellinnovation ermöglichen können.