Die Zukunft von IoT mit verteiltem Identitätsmanagement
IoT-Systeme gibt es in vielen Varianten – vom Smart Home über autonome Lagerhäuser bis hin zu hochpräzisen adaptiven Produktionssystemen. Die breite Anwendung von IoT-Geräten macht sie zu einem attraktiven Ziel für Cyberangriffe.
In vielen Fällen ähnelt das Grundproblem der IoT-Netzwerksicherheit dem klassischen Blockchain-Anwendungsfall: Vertrauen in einer vertrauenslosen Umgebung zu schaffen.
Das Szenario: Impfstofflogistik
Zur Veranschaulichung betrachten wir das fiktive Logistikunternehmen VirGo, das einen Regierungsauftrag zur Lieferung von COVID-19-Impfstoffen gewonnen hat. VirGo setzt auf intelligente Temperatur- und Standortsensoren zur Sicherung der Kühlkette und betreibt verschiedene regionale sichere Lagerhäuser.
Herausforderungen für IoT-Netzwerke
IoT-Netzwerke unterscheiden sich grundlegend von konventioneller IT-Infrastruktur: Sie verbinden viele verschiedene Geräte mit unterschiedlichen APIs, fast ausschließlich drahtlos, und die Geräte sind technologisch eingeschränkt.
Falsche oder gefälschte Daten, korrekte Daten vom falschen Gerät oder unvollständige Daten könnten die Impfstoffsicherheit unmittelbar gefährden.
Anforderungen an das Netzwerk-Design
Ein sicheres IoT-System muss Zugriffskontrolle, Systemverfügbarkeit, Schutz vor Nachrichtenmanipulation, Schutz vor Identitätsfälschung, Schutz vor Abhören, einen Audit-Trail, vereinfachtes Gerätemanagement und Geräteinteroperabilität gewährleisten.
Das Netzwerk muss Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Nachrichtenintegrität, Identität, gegenseitige Authentifizierung und Vertraulichkeit bieten.
Lesen Sie in Teil 2, wie verschiedene Netzwerkarchitekturen diese Anforderungen erfüllen können.